Jahresbericht


Jahresbericht 2018/19

Ein turbulentes Jahr mit einigen unvorhergesehenen Änderungen neigt sich dem Ende entgegen. Blicken wir doch zurück!

Am 13. August 2018 starteten wir erstmals an zwei Standorten in Glarus und Näfels in unser 41igstes Spielgruppenjahr. Die angemeldeten Kinder wurden auf verschiedene Gruppen verteilt. Wir versuchen jeweils immer, den Wünschen der Eltern zu entsprechen und die Kinder in die „richtigen“ Gruppen einzuteilen.

Liebevoll betreut wurden die Kinder in Glarus vom altbewährten Team: Beatrix Grimm, Heidi Heiz, Petra Hämmerli, Priska Hunziker und Eva Pechal. In Näfels konnten wir neben Petra Hämmerli neu Sibylle Bachmann und Claudia Zinsstag bei uns als Leiterinnen willkommen heissen. So einiges war in den Standorten los dieses Jahr:

Spielgruppe Glarus:

Die Spielgruppe Bürzelbaum ist jetzt bereits das vierzehneinhalb Jahr an ihrem Standort an der Ennetbühlerstrasse 5 in Glarus. Die Kinder und ihre Leiterinnen fühlen sich hier sehr wohl. Zusammen mit dem schönen Garten mit den diversen Spielgeräten, die im Freien benutzt werden können, sind das ideale Voraussetzungen, um allen kindlichen Temperamenten gerecht zu werden. Beim Start im Sommer 2018 betreuten wir 53 Kinder – sechs Kinder weniger als im Vorjahr. Vor allem die „Kleinen“, welche zwei Jahre später den Kindergarten besuchen werden, meldeten sich viel weniger in der Spielgruppe an. Zum Glück kamen während der Zeit zwischen den Sommer- und Herbstferien ein paar Kinder dazu. Einzig in der Gruppe am Freitagnachmittag harzte es – bis Weihnachten konnte dort nur eine Leiterin bezahlt werden. Nach den Weihnachtsferien besuchten dann auch dort mindestens sechs Kinder die Gruppe. Nach den Sportferien betreuten wir in Glarus insgesamt 59 Kinder.

Spielgruppe Näfels:

Die Spielgruppe in Näfels ist im Sommer sehr gut angelaufen. Vor dem Start dachten wir, dass wir eine, maximal zwei Gruppen eröffnen können. Bereits beim Start nach den Sommerferien konnten wir 19 Kinder in zwei verschiedenen Gruppen am Dienstagnachmittag und Freitagvormittag betreuen. Nach den Herbstferien eröffneten wir die dritte Gruppe am Donnerstagnachmittag. Auf grosses Interesse stiess bei den Eltern unser Angebot der Spielgruppe „Bewegung“, bei welcher die Leiterinnen, sobald die Gruppenkonstellation es zulässt, mit den Kindern nach Draussen gehen oder sich in der benachbarten Klosterturnhalle austoben. Immer wieder sind in Näfels während des Jahres neue Kinder in die Gruppen dazugekommen. Nach den Sportferien im Februar konnten wir bereits eine vierte Gruppe am Donnerstagvormittag eröffnen. Bis zu diesem Zeitpunkt betreuen wir insgesamt in Näfels 31 Kinder.

Bei den Kindern in den diversen Gruppen lief ziemlich alles rund – die „Grossen“ wussten was auf sie zukam und die „Kleinen“ warteten gespannt, was sie Neues erwartet.

Nach den Herbstferien wurde es draussen wieder kühler und man verbrachte wieder mehr Zeit mit den Spielgruppenkindern in den Spielgruppenräumlichkeiten. In den Gruppen wurde dann wieder eifrig geleimt, gezeichnet, geknetet, geschnitten, Geschichten gehört usw.

Anfang Dezember begann in der Spielgruppe die gemütliche Zeit. Die jeweiligen Gruppen feierten individuell den Samichlaus, sei es im Spielgruppenlokal, auf einem Spaziergang oder gemütlich in einem Hüttli am Waldrand. Jede Leiterin bestimmte das Programm selber.

Vor Weihnachten waren die Kinder besonders eifrig, wollten sie doch was Schönes für die Eltern basteln, welches sie dann unter den Christbaum legen konnten. Stolz gingen sie mit den Geschenken nach Hause.

Der Zuwachs bei uns im Leiterinnenteam war sehr bereichernd – viele neue Ideen wurden eingebracht und untereinander in den verschiedenen Gruppen auch umgesetzt. Seit Januar gehört auch Anita Waldvogel zu unserem Leiterinnenteam. Sie absolviert derzeit die Ausbildung zur Spielgruppenleiterin. Alle unsere Leiterinnen bilden sich jedes Jahr weiter und tragen so viel dazu bei, dass die Qualität bei uns in der Spielgruppe stets auf hohem Niveau ist!

Im Alter zwischen zwei und drei Jahre wagen viele Kinder ihre ersten Schritte ohne Eltern oder enge Bezugspersonen. Dies braucht dann viel Einfühlungsvermögen der Spielgruppenleiterinnen. Für die Leiterinnen stellt das aber kein Problem dar, da die meisten schon jahrelange Erfahrung mitbringen. Sehr schnell verschwindet da manchmal auch das eine oder andere Tränlein…

Einen halben Tag lang pro Woche konnten wir Patrizia Zak vom glarnersteg einen Herzenswunsch erfüllen: Der Kontakt zu kleinen Kindern liegt ihr sehr am Herzen und ihr Traum war es, mit Kindern zu arbeiten. Da sie schon seit einiger Zeit in der Produktion im glarnersteg arbeitet, ist dies eine schöne und willkommene Abwechslung zu ihrem sonstigen Alltag. Die Kinder erfreuen sich sehr an ihrer herzlichen Art.

Unvorhergesehen änderte sich einiges bei uns in der Spielgruppe wie auch im vergangenen Jahr. Die Spielgruppe Bürzelbaum ist wiederum ein wenig gewachsen! Unser dritter Standort Ennenda ist ab 1. Januar 2019 dazugestossen! Wie kam es überhaupt dazu?

Spielgruppe Ennenda:

Im September 2018 wurden wir von der bisherigen Betreiberin der Spielgruppe in Ennenda dem Kinder- und Elternklub angefragt, ob es für uns in Frage käme, die Spielgruppe in Ennenda zu übernehmen und weiterzuführen. Die ganze Arbeit als Arbeitgeberin etc. wuchs der bisherigen Betreiberin über den Kopf hinaus und darum wollten sie die Spielgruppe abstossen. Der Vorstand tauschte sich kurz aus und entschied sich klar für ein Ja. Nach einer Sitzung sowie einer Zusammenkunft am runden Tisch mit einem weiteren Mitbewerber für die Spielgruppenübernahme stand für alle Beteiligten fest, dass es das Beste für die Spielgruppe in Ennenda wäre, wenn die Spielgruppe Bürzelbaum diese übernehmen und weiterführen würde. An der ausserordentlichen Hauptversammlung des Kinder- und Elternklubs Ennenda vom 14. November 2018 wurde der Übernahme der Spielgruppe in Ennenda durch die Spielgruppe Bürzelbaum einstimmig zugestimmt! Der Standort wurde im ReVier an der Hinteren Villastrasse 4 in Ennenda beibehalten, ebenfalls wurden auch die bestehenden Leiterinnen übernommen.

Der Start in Ennenda ist am 1. Januar 2019 vollends geglückt und die Leiterinnen sind mit dem neuen Arbeitgeber ebenfalls zufrieden. Neue Anmeldungen konnten ebenfalls bereits vor dem Start in Ennenda entgegengenommen werden. Beim Start im Januar 2019 betreuten wir in Ennenda insgesamt 36 Kinder. Wir werden versuchen, die Ausnützung der Räumlichkeiten in Ennenda zu optimieren und hoffen darauf, dass wir noch mehr Kinder an diesem Standort betreuen dürfen.

Bei der Gemeinde Glarus stellten wir im November ein Unterstützungsgesuch. Der finanzielle Aufwand mit der Übernahme der Spielgruppe in Ennenda ist entsprechend hoch und konnte nicht budgetiert werden. In Glarus wurden genügend Gruppen pro Woche eröffnet aufgrund der vorhandenen Kinderzahlen gingen wir davon aus, dass mehr Kinder die Spielgruppe besuchen würden. Dies war nicht der Fall und entsprechend weniger Einnahmen konnten generiert werden. Nach einem ausführlichen Gespräch mit den Verantwortlichen der Bildung in der Gemeinde Glarus wurde uns ausserordentlich ein Beitrag von CHF 7‘000 zugesprochen. Dies schätzten wir sehr – ist doch unsere Arbeit auch für die Gemeinde von wichtiger Bedeutung!

Im März fanden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Glarus und Glarus Nord, in Ennenda und in Niederurnen jeweils ein Informationsabend aller Spielgruppenangebote der jeweiligen Gemeinde statt. Jede Spielgruppe konnte sich und ihr Angebot präsentieren. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, als Einheit aufzutreten und uns viele Gedanken zum Auftritt gemacht. Der Auftritt unserer Spielgruppe war überzeugend, auch die zwar spärlich anwesenden Eltern, goutierten dies. Diese Anlässe werden auch im kommenden Frühjahr wieder stattfinden.

Unsere wichtigste Einnahmequelle ist jeweils unser Marktstand am Landsgemeindesamstag. So wurde im Vorfeld von den Leiterinnen und Vorstandsmitgliedern eifrig Magenbrot, gebrannte Mandeln, Bretzeli, Birnbrote, Risottomischungen, Nidelzältli etc. hergestellt und gebacken und wunderschön in Säckli verpackt. Unser Sortiment wurde aufs 2019 hin ausgebaut: neu im Angebot standen auch Sirup, Gewürzsalze. Wie im vergangenen Jahr führten wir zwei Marktstände und wie immer der alt bewährte Bauchladen! In diesem Jahr boten wir wiederum ein Kinderschminken am Stand an und wir wurden regelrecht von vielen Kindern überrannt. Für einmal meinten es die Wettergötter gut mit uns – die Sonne blinzelte uns bereits am Morgen entgegen, dafür war es ziemlich kühl. Der Stand präsentierte sich wunderschön den Käufern und die selbstgefertigten Backwaren und andere Köstlichkeiten wurden an die Frau oder Mann gebracht. Wie jedes Jahr lief der Verkauf zu Beginn ein wenig harzig, doch gegen Mittag gab es Betrieb an unserem Stand. Gegen 16 Uhr hatten wir ziemlich viel verkauft! Der Erlös stellt eine wichtige Einnahmequelle für unsere Spielgruppe dar und wird für die Miete unseres Lokals, für neue Spielsachen oder für ausserordentliche Anschaffungen verwendet. Ein grosses Dankeschön richten wir an alle Eltern, welche etwas zum Verkauf beigetragen haben. An diesem Anlass resultierte ein Nettoerlös von Fr. 3‘851.70. Ein toller Erfolg – im Rahmen des Vorjahres!

Im Bergliwald haben wir für unsere Dinnä-Dussä-Spielgruppe ein Waldplatz mit Waldsofa eingerichtet. Diesen Platz können wir als Nachfolger der Waldspielgruppe von Didier Moser nutzen. Leider ist das Waldsofa in die Jahre gekommen und es musste dringend erneuert werden. Einige Leiterinnen, Vorstandsmitglieder und zwei Väter haben das in Angriff genommen. Förster der Gemeinde Glarus haben für uns Sträucher und kleinere Bäume gefällt, welche wir für das neue Waldsofa nutzen konnten! Entstanden ist innert kürzester Zeit ein wunderschönes Plätzchen im Wald

Während all der Wochen zwischen den hier genannten Ereignissen trafen sich der Vorstand und die Leiterinnen zu drei Sitzungen, um die anfallenden Geschäfte zu behandeln. Nebst den Schwerpunktthemen wie Finanzen und Vorbereitungen für diverse Anlässe nahm an den Sitzungen jeweils die Berichterstattung, welche die gegenseitige Information zum Ziel hat, einen wichtigen Platz ein. Einerseits berichtete jede Vorstandsfrau über ihre Arbeit innerhalb des jeweiligen Ressorts, andererseits berichteten die Leiterinnen über ihre Arbeit mit den Kindern in ihren jeweiligen Gruppen.

Für mich kam hier jeweils besonders deutlich zum Ausdruck, wie wir 14 Frauen gemeinsam – jede in ihrem Bereich – uns für die Spielgruppe einsetzten. Alle verfolgten mit unserer Arbeit dasselbe Ziel, nämlich den Kindern im Spielgruppenalter Raum zu geben, um in einem geschützten Rahmen und unter kompetenter Führung – erste Erfahrungen ausserhalb des Elternhauses zu machen. Herzlichen Dank an alle – toll Euch um mich zu haben!

Damit sich unser Team auch mal von einer anderen Seite kennenlernen konnte und man nicht nur über die Spielgruppen spricht, gings Mitte Juni auf einen Überraschungsausflug. Im angrenzenden Montafon mussten wir im Seilpark und auf dem Flying-Fox Ängste überwinden, konnten die Gondelfahrten und das gemeinsame Essen auf der Alp geniessen. In einem alten, sehr engen und kleinen Bergwerk erlebten wir eine unvergessliche Führung, bevor es dann für die einen nach dem Abendessen wieder nach Hause ging. Für die anderen gings ins Hotel. Am darauffolgenden Tag stand Entspannung im Vordergrund, bevor es dann für alle zurück ins Glarnerland ging. Ein rundum gelungener Ausflug!

Unsere Leiterinnen verfügen über sehr viel Fachwissen und die Kinder können davon profitieren und nehmen an den liebevoll und mit viel Engagement geführten Morgen- und Nachmittagsstunden des Spielgruppenbetriebes teil. Viele Freundschaften konnten so geschlossen werden und die Kinder kommen jedes Mal voller Erwartung und Vorfreude in die Spielgruppe.

An dieser Stelle möchten wir unseren Leiterinnen nochmals ein ganz herzliches Dankeschön aus-sprechen. Es ist immer wieder schön zu sehen, mit welcher Freude die Kinder in die Spielgruppe kommen und die Leiterinnen mit sehr viel Engagement mit den Kindern die Stunden gestalten, spielen, basteln und manchmal auch das eine oder andere Tränlein vergessen machen.

Es liegt uns auch am Herzen, all unseren Sponsoren herzlich zu danken. Ohne ihre Spendengelder könnten wir den Betrieb nicht gewährleisten.

Nun wünschen wir allen ein erlebnisreiches, neues, aufregendes Spielgruppenjahr in unseren Spielgruppenräumlichkeiten in Glarus, Ennenda und Näfels und hoffen auf eine fröhliche und glückliche Spielgruppen-Kinderschar.

Im Namen der Spielgruppe Bürzelbaum

Jrene Luchsinger

Im Juli 2019